Hypnose in der Therapie

Zwei verschiedene Ansätze

Die Hypnosetherapie gilt seit 2006 als anerkanntes Verfahren, dessen Wirksamkeit in vielen wissenschaftlichen Studien eindeutig belegt ist. Sehr häufig sind selbst bei schwerwiegenden Problemen in relativ kurzer Zeit beeindruckende Ergebnisse zu erzielen.

In der Hypnosetherapie gibt es zwei Ansätze:

Klassische Hypnose und Moderne Hypnotherapie (nach Milton Erikson).

 

Die klassische Hypnose ist eine passive Therapieform, die auch als direktive Hypnose oder zudeckende Hypnose bezeichnet wird. Der Patient bekommt nur allgemeine Suggestionen wie "Sie sind jetzt ganz entspannt" oder "Ab jetzt werden Sie keine Süßigkeiten mehr essen". Der Vorteil der klassischen Hypnose ist, dass sie relativ leicht anzuwenden ist und wenig individuelle Vorbereitung erfordert. Der Therapeut muss lediglich einen Text vorlesen. Der Nachteil: Die fertigen Suggestionen passen nicht für jeden Patienten und müssen oft wiederholt werden, damit sie nachhaltig wirken.

 

Ich verwende Suggestionen in der Therapiesitzung nur in bestimmten Situationen und dann auch nur begleitend. Dabei orientiere ich mich an Ihren Bedürfnissen, die wir im Anamnesegespräch erarbeiten. Die Suggestionen enstehen individuell aus Ihren eigenen Worten. Somit sind sie stimmig für Ihr Unbewusstes und können entsprechend erfolgreich angenommen werden.

 

Die moderne Hypnotherapie gilt als aufdeckendes Verfahren. Dabei gehen Sie unter Anleitung des Therapeuten in einen Dialog mit Ihrem Unbewussten. Auf diese Weise können sie die Ursache oder Funktion Ihres Problems erkunden und mit Hilfe Ihrer eigenen Vorstellungskraft auflösen. Die moderne Hypnotherapie ist eine der kraftvollsten Methoden in der heutigen Zeit. Veränderungen sind intensiv und dauerhaft, weil sie voll und ganz dem Weltbild und der Gefühlswelt des Patienten entsprechen.

Meine Therapiesitzungen sind ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse und Wünsche abgestimmt. In den meisten Fällen gehe ich sowohl ursachenorientiert als auch lösungsorientiert vor. Aus meiner Erfahrung lassen sich dadurch die besten Ergebnisse erreichen.

Emotionen sind die wahren Entscheider

Techniken der modernen Hypnose

  • Autosystemhypnose: Bei dieser selbstorganisatorischen Hypnose überträgt der Therapeut dem Unbewussten des Klienten die Führung des Prozesses. Er selbst gibt nur einen Rahmen vor und mischt sich inhaltlich nicht ein. Der Klient geht in einen kooperativen Dialog mit seinem Unbewussten und kann dessen Wissen, Können und Lösungskreativität nutzen.

  • Innerer Heiler/Helfer: Der Klient nimmt in der Hypnose Kontakt mit einer inneren Instanz auf, welche ihm wichtige Informationen über sein Problem gibt und einen Weg aus der Krise aufzeigt. Es handelt sich dabei um persönliche Anteile, die jeder Mensch als Ressourcen in sich trägt.  

  • Altersregression/Arbeit mit dem Inneren Kind: Belastende Erlebnisse in der Vergangenheit, die das aktuelle Problem oder Symptom aufrechterhalten, können erkannt und neu bewertet werden. Mit dieser Methode lassen sich die verborgenen Zusammenhänge gut entkoppeln, was eine Lösung des Problems ermöglicht und Symptome lindern kann.

  • Ideomotorische Fingersignale: Ideomotorik bedeutet unwillkürliche, also automatische Bewegung. Der Klient kommuniziert mit seinem Unbewussten über Körpersprache, in dem Fall über automatische Fingersignale. Dabei kann er seinem Unbewussten Fragen stellen, auf welche es mittels Bewegungen des Ja-Fingers oder Nein-Fingers antwortet.

  • Arbeit mit Ressourcen: Jeder Mensch hat in seinem Leben schwierige Situationen erlebt, die er erfolgreich gemeistert hat. Klienten können solche Situationen in Hypnose erneut erleben, diese Fähigkeiten wieder spüren und aus einer gestärkten Position heraus das aktuelle Problem bewältigen.

  • Symbolisierungen: Probleme oder Symptome sind häufig ein Symbol unbewusster Gefühlskonflikte und lassen sich am besten auf der gleichen Ebene lösen, wie sie entstehen. Deshalb zählt die Arbeit mit Symbolisierungen zu den wirksamsten Methoden der Hypnotherapie. Der Klient gibt seinem Problem eine Gestalt, lernt diese in der Hypnose heilsam zu verändern und löst seine Probleme auf indirekte und symbolische Weise.

  • Suggestionen: Der Hypnotherapeut gibt dem Klienten positive und stärkende Suggestionen, die sehr heilsam wirken können, wenn sie gut zur Situation des Klienten passen und dieser auch bereit ist, diese anzunehmen. Deshalb ist es sinnvoll, Suggestionen vorher abgesprochen. 

  • Aktiv-Wach-Hypnose: Durch gleichförmige oder monotone Bewegung gelangt der Klient in einen hypnotischen Zustand, während der Körper aktiv ist. Meist wird diese Methode auf einem Fahrradergometer oder Rudergerät angewendet. Ich nutze sie in der therapeutischen Arbeit beim Gehen oder Laufen. Mehr dazu unter Outdoor - Hypnose.

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